Rennbericht Montane Spine Race - Brigitte unplugged

Ich sitze am Flughafen in Edinburgh und es ist schwer, die Augen offen zu behalten. Die vielen Menschen hier sind gewöhnungsbedürftig. Zu lange war ich auf weiter Flur alleine in der Natur.  

Nachdem wir gestern um 19 Uhr die Hauswand des kleinen Pubs erreicht hatten, bin ich nach ordentlicher Essensportion in meinen Schlafsack gefallen und eingeschlafen. In der Nacht dachte ich mehrmals, dass ich aufstehen müsse und weiterlaufen sollte. Der wenige Schlaf ist tatsächlich etwas vom Härteren an diesem Rennen.    

Aber alles von Anfang an: Samstag, 8 Uhr in der Früh. Wir stehen an der Startlinie und warten, dass das Abenteuer beginnen kann. Es ist mein längstes Rennen bisher und ich bin nervös. Heinz, der einzige Mann aus der Schweiz und ich laufen zusammen los. Wir ergänzen uns gut, auch wenn das Tempo etwas zu optimistisch zu sein scheint. Aber wir sind beide der Meinung: Was me het, das het me.

Wir laufen gut zusammen. Meine Suunto stellt sich als navigatorischer Held heraus und bekommt den liebevollen Namen George. Ich stelle fest, dass ich auch alleine laufen könnte, was mich beruhigt. Nach längerem Laufen in horrender Hitze kommen wir an einen Snackstand. Ich gönne mir drei Dosen Cola und Heinz eine Wurst. Wir laufen gut weiter und beschliessen, am Checkpunkt 1 nur kurz warme Kleider anzuziehen, zu essen und die Nacht durchzulaufen. Äbe, was me het, das het me!

Auch die Nacht läuft gut. Der Mond ist hell, George übernimmt die Navigation und wir kommen gut voran. Plötzlich kommen wir an ein Schild: Food in 500m. Heinz meint: wohl nicht mitten in der Nacht. Was für eine Überraschung: doch mitten in der Nacht treffen wir auf zwei Männer, die uns auf einem mobilen Herd ein warmes Baconsandwich kochen. Vegetarismus adee – sorry, liebes Schweinchen, aber das war einfach nur fantastisch und eine rettende warme Mahlzeit in der kalten Nacht.    

Es wird heller, Heinz und ich werden müde und legen uns für 10 Minuten auf den Weg. Die Kälte und Nässe lässt einem aber kaum schlafen. Wir laufen weiter und wissen, dass wir bei Checkpunkt 1.5 schlafen müssen. Es wird heiss, doch wir ziehen das Tempo durch. Bei Checkpunkt 1.5 schlafen wir auch nicht. Erst bei Checkpoint 2 soll etwas geschlafen werden. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Plötzlich merke ich, wie müde ich werde nach 24 Stunden ohne Schlaf. Ich lasse Heinz ziehen und drossle das Tempo.    

Laufen mit mangelndem Schlaf ist eine neue Erfahrung für mich. Die Leistungsfähigkeit nimmt massiv ab und ich beschliesse, bei Checkpoint 2 zwei Stunden zu schlafen. Bis dahin ist es ein langer, heisser Weg. Meine 3-Liter Trinkflaschen sind leer, und ich bin unendlich froh, dass ich in der Ferne ein Dorf sehe. Ich weiss, dass ich beim ersten Haus anklopfen werde und um Wasser bitten muss. Es kommt aber viel besser: da ist ein Cafe!!! Die roten Sonnenschirme sind die Erlösung! Ich kaufe 3 x 5dl Flaschen Cola, 1 Glace, sehe, dass jemand Frappe bestellt hat, bestelle 5dl davon, sehe, dass ein Mann ein Eiertoast isst und verlange auch eines. Der Wirt fragt mich, wo ich und die anderen sitzen, ich zeige auf den einsamen Tisch und er lacht. Während ich alles in 10 Minuten verschlinge, klärt mich der Wirt über den Schweizer Fussball auf. Ich sehe nur Essen, der Fussball ist mir ziemlich egal.    

Dann höre ich, dass die zweite Frau bald hier sein wird. Der Ehrgeiz packt mich und ich breche auf. Nach weiteren sechs Stunden erreiche ich endlich Checkpoint 2. Als ich aus den Schuhen steige, meint die Ärztin: Bridget, you will come with me. Hm ja, die Füsse sind eitrig und voller blasen. Der Nagel? Nein, den spüre ich nicht mehr. Während mir zwei Ärzte die Füsse verbinden, bekomme ich eine warme Mahlzeit, dann lege ich mich für zwei Stunden in meinen Schlafsack.    Der Schlaf stellt sich nicht wie gewünscht ein, zu sehr schmerzen die Füsse. Ich beschliesse, um Mitternacht loszulaufen. Vor dem Laufen in der Nacht hatte ich immer Respekt. Nun ist es wider Erwarten eine wunderschöne Erfahrung. George ist zuverlässig und ich geniesse den langen Anstieg, das Erreichen eines Gipfels und den einsamen Downhill. Ich komme mir vor wie in der Wüste, nur Hügel, kein Haus weit und breit. Hier und da liegt ein toter Hase auf dem Weg. Gewöhnungsbedürftig.    

Die Sonne geht um 5 Uhr auf, es wird heller. England schläft und ich habe eine grosse Strecke hinter mir gelassen. Ich bin stolz auf mich. Die Laune wird gut, ich singe und geniesse es. Dann erreiche ich Tan Hill, den höchstgelegenen Pub Englands. Dort werde ich wie immer liebevoll umsorgt: Porridge und Eiertoast. Beides schlinge ich dankbar hinunter. Ich will weiter, denn der Weg ist noch lang. Gegen Mittag schlägt meine Laune um. Die Füsse schmerzen so sehr, dass ich kaum noch gerade laufen kann. Leichtes Joggen geht, weil dann der Fuss weniger lange auf dem Boden liegt. Wanderer überholen mich und sie müssen etwas lachen über meinen grauenhaften Laufstil. Das heitert mich auf. Ich möchte nur Checkpoint 3 erreichen. Die letzten 10 Kilometer  ziehen sich endlos dahin. Die Hitze setzt mir zu. Die Füsse schwellen an und scheinen den Schuh zu sprengen. Ich versuche zu weinen, aber nicht einmal das geht. Keine Tränen, nur ein Heulen bringe ich zustande. Das Heulen muss dem meiner Hunde ähnlich sein, wenn ich das Haus verlasse. Dann steht er da: John, einer der Supporter. Er ruft: you are the first lady! Dann fragt er mich, ob ich die jungen Enten gesehen habe und zeigt mir Bilder auf seinem Telefon. I dont really care about these stupid ducks, die Enten sind mir ehrlich gesagt mehr als egal. Ich möchte nur aus den Schuhen raus und die Füsse aus den Bandagen nehmen.    

Checkpoint 3: ein wunderbares Curry, ein Topf mit kaltem Wasser für meine Füsse, eine super Ärztin, die mir die Füsse wieder neu tapt und 1.5 Stunden Schlaf, dann muss es weitergehen. Ich möchte nicht am Tag in dieser Hitze laufen. Die Füsse werden so dick und schmerzhaft, dass weniger Schlaf das kleinere Übel ist. Wider Erwarten komme ich gut voran. Die Nacht ist klar und George zuverlässig. Bei den Mutterkuhherden muss ich von Georges empfehlung abweichen. Be careful: bull! Hm, da mache auch ich freiwillig einen grossen Bogen. Ich gelange an einen langen Fluss und geniesse die Ruhe. Einmal möchte ich hierher zurückkommen. Man ist alleine mit der Natur.    

Am Ende des felsigen Anstiegs erwartet mich ein Supporter mit Kaffee und Porridge. Herzlichen Dank! Wenn die Sonne aufgeht, werde ich 30 Minuten schlafen. Vorher ist es zu kalt und zu nass. Ich liege direkt auf den Weg und versuche den Wecker zu stellen. Das reicht nicht mehr – schon bin ich im Tiefschlaf. Etwas Glibberiges weckt mich: ein Frosch sitzt auf meinem Oberschenkel. Well hello! Ich stehe auf und laufe weiter, durch die schönsten einsamen Berge, Schafe, Wildpferde. Es geht mir gut. Ich erreiche die Hälfte der Strecke bis zu Checkpoint 4 und freue mich auf die vier Berge, die zu überwinden sind. Meine Muskeln sind guten Mutes. Ich bin dankbar, dass ich so fleissig in das Krafttraining investiert habe. Die Berge liegen mir und ich komme gut voran. Wieder 10 Kilometer vor Checkpoint 4 kommt der grosse Schlag. Es ist heiss, der Weg zieht sich endlos und ein Dorf ist nirgens zu sehen. Zwei Wanderer muntern mich auf und geben mir Wasser. Ein Mann mit hervorstehenden Zähnen fragt mich: do you want jelly babies? Nein, ich will keine, aber muss zum ersten Mal etwas lachen.    

Endlos dankbar erreiche ich Checkpoint 4. Alex, einer der Ärzte, schüttet mir kaltes Wasser über den Kopf und nimmt meine Tapes von den Füssen. Minutiös werden die neuen Blasen geöffnet und eingetaped. Ob ich noch grössere Schuhe habe? Hm, nein, nur eine Grösse 40, die ist schon drei Nummern grösser. Ich fühle mich wie Aschenbrödels Konkurentin, die versucht, sich in den zu kleinen Schuh zu zwängen. Ich will weiter. Ich mag die Nacht und weiss, dass sie mich weiterbringt. Doch diesmal ist die Nacht der reinste Albtraum. Die Füsse schmerzen so sehr, dass ich das Gefühl habe, ich müsse meine Schuhe aufschneiden. Die Stöcke sind die Rettung und ich stütze mich die nächsten Kilometer durch Schafherden und Kuhherden ab. Die Schafe beginnen mich zu nerven. Sie rennen immer in die falsche Richtung. Will ich selber wirklich Schafe? Oder doch lieber zwei Schweinchen?    

Der Koffeinshot bringt nichts und meine Augen fallen mir permanent zu. Nach dem langen Moor werde ich kurz abliegen. Das Moor ist endlos, nass und kalt. Ich bin zu müde und lehne mich an ein Kuhgatter. Den Wecker zu stellen schaffe ich nicht mehr.  Get up, höre ich jemanden rufen. Es ist Bobby, ein Läufer mit einer wahrscheinlich gebrochenen Hand. Er ist das Spine bereits im Winter gelaufen und ich schätze seine Gesellschaft, auch wenn er kein Kommunikationswunder ist. Wir laufen zusammen weiter. Es ist gut, jemanden neben sich zu haben, auch wenn er nur schweigt. Ich schenke ihm meine Cola, Karma, versteht sich. Wir passieren Hadrians Wall, einen endlosen heissen Wald und dann erklärt mir Bobby, wo Checkpoint 5 ist: 10 Kilometer, noch drei Hügel. Diese verfluchten 10 Kilometer, die sich immer ins Endlose ziehen. Die Füsse sind so geschwollen, dass ich lieber laufe anstatt zu marschieren.

Wir erreichen Checkpoint 5! Nur noch 64 Kilometer! Bobby und ich essen, die Ärzte kümmern sich um unsere Füsse. Diesmal möchte ich so wenig Polster wie möglich. Zu sehr schmerzen die zu kleinen Schuhe. Ich versuche zu schlafen, es funktioniert nicht und Bobbys Schlaf scheint sich auch nicht einzupendeln. Wir laufen bereits um 22 Uhr los. Kieran schliesst sich uns an. Kieran ist ein gutmütiger, fröhlicher Mann. Er bringt mich zum Lachen. Auch wenn er dreimal die gleichen Fragen stellt, ich schätze seine Anwesenheit. Ich vergesse kurz die schmerzenden Füsse und wir kommen gut voran. An einem Waldrand schlägt Bobby einen Powernap vor: 17 Minuten. Whyever 17! Wir erwachen vorher vom Geräusch unserer zitternden Beine in den langen Hosen. Die Nächte sind enorm kalt. Nun kämpfe ich richtig mit dem Schlaf und versuche möglichst schnell zu laufen, um dann am Weg kurz abzusitzen und zu schlafen, bis mich die zwei Männer einholen. Beim zweiten Nap auf dem Weg erwache ich und sehe Kieran schlafend neben mir. Ich muss lachen über dieses Bild: zwei Käfer auf dem Rücken ... er schreckt auf und wir gehen weiter.  

In beissender Hitze kämpfen wir uns durch die letzten grossen Berge. Dann springt Bobby plötzlich los. Kieran und ich denken, er hat ein Hirngespinnst. Nein, er sieht Hut 1, den zweitletzten Checkpoint! Es ist eine kleine Baracke im Niemandsland. Wir bekommen Wasser und legen einen kurzen Powernap ein. Wie neugeboren laufen wir weiter. Bobby erklärt uns, wo Hut 2 liegt. Drei Stunden weit weg von hier. Drei Stunden werden zu einem Nichts im Verhältnis zu diesen langen Tagen. Wieder die Füsse, die zu platzen scheinen. Ich erinnere mich an Atemübungen bei der Geburt meiner Tochter. Damals fand ich das eher lächerlich. Nun wende ich sie an. Einatmen und mit fünf Stössen ausatmen. Die Schmerzen nehmen ab, respektive das Atmen lenkt ab. Kieran muss lachen. Doch schon bald hat er solche Schmerzen im Fuss, dass er meine Übungen mitmacht. Ich gebe ihm meine Stöcke. Später kommt aus, dass er einen Ermüdungsbruch am Fuss erlitten hatte.    

Wir ziehen das nun durch. Hut 2: Es gibt Schokolade von einer Wandererin, dann die letzten 10 Kilometer. Auch die sind lang, aber es sind die letzten. Ich weine vor Glück. Wir waschen uns im Bach und stehen samt Schuhen in das Gewässer. Dann sehen wir ihn, den Pub, die Mauer – endlose Dankbarkeit!    

Das war mein härtestes Rennen bisher. Die Füsse haben mich an eine nie erlebte Schmerzgrenze geführt. Beim nächsten Rennen laufe ich mit fünf Nummern grösseren Schuhen!!! Das Rennen ist ein Abschätzen folgender Komponenten: Schlaf, Tempo, Essen und Trinken. Mit mehr Schlaf läuft es sich besser, weniger Schlaf kann aber auch ein früherer Zieleinlauf bedeuten. Laufen in der Nacht ist beruhigend, kühl, schön. Trink, soviel du kannst, das Gewicht zu tragen lohnt sich. Die Schuhe müssen mind vier Grössen grösser sein. Hoka? Hm, doch lieber Columbia? Zuviel Tape ist nicht gut. Atemübungen sind der Hit. Eier sind die Retter! Iss soviel davon, wie du bekommen kannst. Höre auf deinen Körper. Er läuft auf Sparflamme, aber er sagt dir immer, was er braucht. Laufe langsamer, wenn es der Körper wünscht, gebe Gas, wenn du kannst. Weine und lache!  

Vier Tage nach dem Rennen erwache ich immer noch jede Nacht mit dem Gedanken, dass ich weiter muss …    

Vielen lieben Dank an:    

  • Materli und Hannah für eure schönen Nachrichten und das Halten der Stellung. Danke, dass ihr meine Leidenschaft unterstützt! Hannah: geh immer deinen weg, mach aus deinem Leben, was dich glücklich macht, denn du hast nur eines! Ich werde dich dabei immer unterstützen!    
  • Matey für deinen riesen Support – du bist der Beste!    
  • Suunto für George – die Uhr ist der Hammer und hat mir das nötige Selbstvertrauen geschenkt.  
  • Salomon für den grandiosen Rucksack!    
  • Daniela für die gute Energie und das Vorbereiten meines Gerüsts.    
  • Ueli für das aufpeppen meiner Hüfte.    
  • Bigfriends für die Kleider und Schuhe – die Regenjacke von Raidlight ist der Wahnsinn!    
  • Susanne und das Team von RUN FOR HOPE, die mich immer unterstützen und pushen.
  • Chance Swiss für die Wahnsinnsprojekte, die ich kennenlernen durfte und die mich motivieren, immer mehr zu geben, und für den Glücksbringer fürs Rennen!
  • Alle, die mich immer unterstützen und motivieren, weiterzulaufen.


Generalprobe für VIA ALPINA: Die Vorbereitungen laufen

Keine drei Monate vor der Schweizdurchquerung auf der VIA ALPINA zieht es Brigitte erneut nach England, wo ein weiteres Laufabenteuer auf sie wartet – das bisher längste Rennen ihres Lebens. 

«In 13 Tagen ist es soweit und ich stehe an der Startlinie des MONTANE Spine Fusion Rennens, 430 Kilometer nonstop entlang des Penninen Gebirges durch Nordengland. Heute stand das letzte lange Bergtraining an. Nächste Woche folgen noch sechs lockere Laufentrainings und Rennradeinheiten, dann ist Ruhen angesagt. Ruhen für mein bisher längstes Rennen und einer grossen mentalen und körperlichen Herausforderung.

Laufe so schnell du kannst, das Flugzeug wartet nicht!
— Brigitte Daxelhoffer

430 Kilometer bis zur Hausmauer  
Der Plan steht: Ich habe mir die 430 Kilometer auf exakt 6 Tage und 6 Nächte aufgeteilt. Nach 6 Tagen und 6 Nächten muss ich die Zielline erreichen, respektive eine Hausmauer, die man nach diesem Rennen berühren muss. Der Flug zurück in die Schweiz ist für Freitag Abend gebucht. Das Motto für diesen Lauf lautet also: Laufe so schnell du kannst, das Flugzeug wartet nicht!»  

Titelbild: Mike Green



VIA ALPINA findet neu im September 2018 statt

Die Idee, 2018 die VIA ALPINA zu durchlaufen, entstand im letzten Jahr einmal mehr als spontanes Herzblut-Projekt von Brigitte - ein Markenzeichen von RUN FOR HOPE. In den letzten Wochen erwies sich das Vorhaben allerdings als zunehmend komplex. Vor allem der überdurchschnittliche Schneefall in den Bergen bereitete uns Sorgen. Gleichzeitig stiess das Projekt auch bei weiteren Läufern auf grosses Interesse, und einige von ihnen möchten die VIA ALPINA ganz oder teilweise mitlaufen.  

Sicherheit geht für das gesamte RUN FOR HOPE-Team in jedem Fall vor. Nach Rücksprache mit dem sachkundigen Bergführer, der unser Projekt seit einiger Zeit begleitet, haben wir uns deshalb entschieden, den Lauf im September anstatt wie geplant im Juni dieses Jahres durchzuführen. Somit wird Brigitte – gemeinsam mit weiteren interessierten Läufern – am 5. September in Montreux starten und voraussichtlich am 9. September in Vaduz eintreffen.

Bereits jetzt fiebern wir dem Abenteuer VIA ALPINA entgegen!



RUN FOR HOPE 2018: Quer durch die Schweiz - Schutz und Bildung für die "Unberührbaren"

5 Tage, 380 Kilometer und 25'900 Höhenmeter: Ende Mai 2018 rennt Brigitte entlang der VIA ALPINA quer durch die Schweiz - ein persönlicher Rekord, der Brigitte am Herzen liegt: Die Ultra Trail Läuferin sammelt Spendengelder für die ausgestossenen Kinder der indischen Dalit-Gemeinde und will dabei andere Menschen motivieren, ihre Leidenschaft mit Taten zu verbinden. 

FOR HOPE will auch 2018 etwas bewegen, und das gleich vor der Haustüre: Ab 30. Mai 2018 rennt Brigitte in fünf Tagen quer durch die Schweiz - 380 Kilometer und 25'900 Höhenmeter entlang der Via Alpina. "Nach diversen Läufen im Ausland zog es mich zurück in die schöne Schweiz, der ich viel verdanke", sagt Brigitte. Die Strecke, die über 14 der schönsten Alpenpässe führt, wurde so noch nicht offiziell gelaufen. 

Viel wichtiger als der sportliche Anreiz ist für Brigitte der Zweck des Laufs. Im Januar hat sie Indien besucht und wurde dabei auf die Dalit-Gemeinde aufmerksam. Trotz des offiziellen Verbots des Kastenwesens werden diese Menschen immer noch als "Unberührbare" stigmatisiert und seit Generationen von der Gesellschaft verachtet, erniedrigt und missbraucht. "Ihre Aufgabe ist es nach wie vor, die Leichen der Stadt zu verbrennen und die Strassen sauber zu halten", erzählt Brigitte. "Die tiefe Armut und die Chancenlosigkeit auf ein besseres Leben haben mich motiviert, 2018 für die Kinder der Dalit-Gemeinde zu laufen."

Mit ihrem Lauf unterstützt Brigitte New Light, eine Partnerorganisation von Chance Swiss, die sich in Kalighat um die ausgestossen und diskriminierten Kinder kümmert. New Light versorgt die Jungen und Mädchen mit Essen, stellt die medizinische Versorgung sicher und organisiert den Schulbesuch und die Hausaufgabenbetreuung. Für die Kleinsten gibt es einen Kindergarten, in dem sie mit kindgerechten Spielen ihre Kreativität entfalten können. "Ich konnte mich vor Ort von der tollen Arbeit von New Light überzeugen", erzählt Brigitte. 

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Mit ihrem Engagament will Brigitte aufzeigen, dass jeder auf seine Weise etwas zum Guten bewegen kann. VIA ALPINA will Menschen motivieren, ihre eigenen Ressourcen für den guten Zweck einzusetzen und eigene Hoffnungsspender zu mobilisieren - sei es durch das Mitlaufen einer Teilstrecke als Spendenlauf oder weiteren persönlichen Spendenaktionen. Sämtliche Spenden fliessen zu 100 Prozent in das gemeinsame Spendenziel "New Light". RUN FOR HOPE nimmt ab sofort Laufspenden und Sofortspenden entgegen.   

RUN FOR HOPE gibt es in diesem Jahr zum Anfassen: Wir sind an verschiedenen Streckenposten präsent und begleiten Brigitte "live" bei ihrem Schweiz-Abenteuer.

Mehr zu RUN FOR HOPE 2018 erfahren →



Wie man den Drachen bezwingt. Der Erlebnisbericht von Brigitte.

Nun sitze ich am Flughafen in Manchester und die vielen Menschen sind nach der langen Zeit in der Natur etwas gewöhnungsbedürftig. Nach der Rangverkündigung gestern sind nun alle mit dem Car zurück in den Norden gefahren. An der Raststätte gab es endlich wieder Früchte, Chips, Bier, Schoggi, Sandwiches und ich glaube, dass ich noch nie so gierig in einem Laden nach diesen Dingen gegriffen habe.

Tag 1

Nach dem gestrigen Race Briefing laufe ich etwas unsicher los: Die vielen Routenänderungen sind im schönen, aber für mich nicht verständlichen Waleser Dialekt direkt vom einen Ohr zum anderen Ohr geflossen. Mitbekommen, aber ignoriert habe ich die Instruktion zum SOS-Button auf dem GPS. Er soll nur im äussersten Notfall gedrückt werden. Ein verdrehtes Knie oder ein verstauchter Fuss reichen nicht. Schliesslich sei dies ein hartes Rennen und die Teilnehmer müssen selber zurechtkommen. Na ja, ich beschliesse, den Button auch bei einem verstauchten Fuss zu drücken.

Die ersten Kilometer laufen gut. Es hat viele Läufer und ich finde die Checkpoints (rote Fähnchen mit Gerät zum Registrieren, dass ich da war) problemlos. Ich denke «Wow, das ist ja easy...». Ich rechne mit 12 Stunden.

Um 4 Uhr Nachmittags erreiche ich die höheren Berge. Nebel und Wind kommen auf und ich merke, dass ich nun jemanden suchen muss, an den ich mich anhängen kann. Ab und zu erscheint jemand aus dem Nebel, aber die Männer sind zu schnell und ich kann das Tempo nicht mithalten. Das GPS muss mir nun helfen, aber ich merke, dass ich auf diesem weglosen Geröll nicht laufen und gleichzeitig auf das GPS schauen kann. Ausserdem habe ich jede Orientierung verloren. Ich verlaufe mich und bekomme bei diesem bissigen Wind, der Kälte und dem Nebel ein etwas fahles Gefühl.

Dann sehe ich von weitem zwei Männer und ich haste in deren Richtung. Ich weiss, da muss ich bleiben. Die Zwei sind nicht allzu schlecht mit ihrem Kompass unterwegs. Wir laufen zusammen, respektive ich versuche dranzubleiben und den Schotten in ein Gespräch zu verwickeln, damit er langsamer läuft. Con redet und redet und ich verstehe nix. Meine Lungen gewöhnen sich nur langsam an das Tempo, aber ich weiss, dass dieses Tempo das kleinere Übel ist, als irgendwo in Nebel und Kälte verloren zu gehen. Verloren zu gehen mit Karte, Kompass und GPS scheint für viele unmöglich zu sein, für mich ist es leider Realität.

Nach zwei Stunden verletzt sich Con am Knie und ich bin (ojeeee mein Karma) froh - er drosselt das Tempo. Es geht über Felsen, steile Abhänge und ich frage mich, ob ich an einem Kletter-Contest bin. Auf jeden Fall bin ich hier falsch 😂.

Nach 13 Stunden erreichen wir endlich das Ziel. Beim Finisher-Zelt schüttelt der Organisator den Kopf - ich habe einen Checkpoint verfehlt! Ich breche erschöpft in Tränen aus, weil ich weiss, dass das heisst: das Rennen ist aus. Sie checken meinen Tracker und stellen fest, dass ich tatsächlich da war und den Stab wohl nicht richtig ins Gerät gesteckt habe. Es kann also weiter gehen. Ich esse kurz das vegetarische Menü, Reis mit Erbsen (igitt) und sinke in den warmen Schlafsack.

Tag 2

Die Nacht war kurz und der Schlaf hat sich kaum eingestellt. Der Körper ist zu müde und die Beine zu schwer. Um 4 Uhr geht der Wecker. Es muss gepackt werden für den Tag. Genug Essen, 3 Liter Wasser, Pflichtmaterial wie Regenjacke und Hose, langes Shirt, Karte Kompass, Mütze, Handschuhe, Stirnlampe ... mein Rucksack wiegt ca. 5 kg.

Um 6 Uhr laufe ich los. Ziemlich schnell treffe ich auf Paul, einen jungen Marine. Er scheint noch verlorener als ich im Nebel, aber wir beschliessen, zusammen zu bleiben und uns einen fähigen Mann zu suchen, dem wir folgen können.

Paul hat erst einen Strassenmarathon in seinem Leben gelaufen. Ich bin etwas erstaunt, dass er sich in diesem Geröll, wo man einen Schritt vorwärts kommt und zwei rückwärts geht, so gut schlägt. Er jammert nicht und flickt meinen Stock souverän mit Tape, als der Griff abfällt, da der Rest im Sumpf stecken bleibt. Marines, das sind eben noch echte Männer 😉

Wir bemerken eine Frau, in lila Shirt, welche einen souveränen Kartenleseeindruck macht. Es ist Linda und wir stellen fest, dass wir das Zelt zusammen teilen. Linda führt uns von Checkpoint zu Checkpoint. Sie ist eine ruhige, aber direkte schottische Lady, die nie flucht oder jammert. Sie mag das Gras und Moor. Ich stapfe hinter ihr her. Später schliesst sich uns Katharine an. Sie möchte auch nicht alleine laufen. Das letzte Dragon’s Back Race musste sie nach Tag 2 aufgeben. Nun will sie sicherer laufen. Wir vier bleiben zusammen.

Es läuft mit ein paar Verirrungen recht gut. Man verliert sofort eine Stunde, wenn man sich verirrt. Paul kommt an seine Grenzen, er möchte kurz ins Gras liegen. Ich weiss, dass das ein Fehler ist. Die Zeit lässt es nicht zu. Die Checkpoints müssen in einer bestimmten Zeit erreicht sein, und es handelt sich leider nicht um einen gemütlichen Spaziergang, sondern um Stress, den Checkpoint zu finden, einen guten Weg durch Heidelbeeren, Disteln, Geröll, Felsen, Moore und Grasflächen zu finden und die müden Augen offen zu halten.

Paul, den Marine, sehen wir nicht wieder. Er ist wohl eingeschlafen und musste dann abbrechen. Wir sind nun zu dritt. Katharine, Linda und ich kämpfen uns durch. Wir verfehlen viele Routen und nehmen wohl nie genommene Wege. Katharine ist gut in den Felsen, Linda stark im Gras und im Kartenlesen, ich übernehme den Lead auf Trampelpfaden bergauf. Jeder hat seine Rolle.

Wir schaffen das Ziel und beschliessen, Tag 3 zusammen zu laufen. Wieder vegetarisches Essen - waren es Kichererbsen? Dann ab in den warmen Schlafsack. Schlaf ca. 3 Stunden. Der Körper schmerzt zu sehr.

Tag 3

Ein neuer Tag. Er beginnt harzig. Ich fühle mich krank, bin erkältet und habe nicht richtig gegessen. Linda übernimmt den Lead. Sie läuft konstant, ermahnt mich zum Essen. Die Kuchen und Riegel sind mir schon ein Greuel. Ich versuche sie herunterzuzwängen.

Linda ist eine fürsorgliche Frau, aber drängt uns zum Laufen. Wir haben 1 Stunde mit einem Orientierungsfehler verloren. Katharine und Linda studieren die Karte, ich verfalle in einen Sekundenschlaf im Stehen. Nun müssen wir die Zeit aufholen, sonst reicht es nicht zum Checkpoint.

Es wird warm und Katharine und ich haben beide eine tiefe Krise. Ich habe das Gefühl, nichts mehr aus meinen Beinen herausholen zu können. Katherine weint still vor sich hin. Wir sagen Linda, dass sie weiter soll, damit sie es wenigstens schafft und Katharine und ich wollen langsamer laufen. Dann denk ich mir: Wenn wir es nicht schaffen bis zum nächsten Checkpoint, war alles für nichts. Ich sage Katharine, dass wir nun versuchen müssen, uns zusammen zu nehmen und Tempo zu machen. Ich spüle ein Brownie herunter und Katharine einen Gel, dann laufen wir. Wir holen Linda ein und erreichen den Checkpoint, 30 Minuten vor Schliessung. Das war knapp. Der Organisator scheint nur schnelle und gut orientierte Läufer in seinem Rennen haben zu wollen. Die Zeit ist knapp und erlaubt keinen Halt.

Nach diesem Höheflug - wir wissen, wir sind noch im Rennen - fliegen wir drei nach 14 Stunden Moor, Matsch, Heidelbeerstauden, Felsen und Disteln trotz einem kurzfristig ausgerenkten Finger von Kathrine regelrecht ins Ziel und beschliessen, nun alle Tage zusammen zu meistern.

Abendessen: Couscous mit Süsskartoffeln, hmmm. Schlaf ca. 3 Stunden.

Tag 4

Ich entschliesse mich, mal ordentlich zu Frühstücken. Tag 4 soll auch hart werden. Sicher 13 Stunden. Ich esse drei Eier und zwei Schalen Cornflakes. Das zahlt sich aus. Nach einem fatalen Orientierungsfehler müssen wir die Stunde wieder aufholen. Dank den Eiern fühle ich mich plötzlich auf einem langen Kiesweg kräftig.

Ich erlebe einen Höhenflug und kann uns gut zum nächsten Checkpoint ziehen. Linda will am nächsten Tag auch Eier essen. Auch im Moor kommen wir gut voran. Als ich bis zur Hüfte in einem Loch versinke und mich Katharine herausziehen muss, bemerkt Linda nur trocken: «Welcome to Great Britain, Bridget!!»

Wir laufen schnell. Vielleicht zu schnell, denn am Nachmittag schlägt die Krise bei mir ein wie eine Bombe. Es ist heiss. Heiss in Wales? Das Wasser geht uns aus. Ich fühle mich am Ende der Kräfte und lasse  mich von Katharine den Berg hochziehen. Das süsse Zeugs kann ich kaum mehr sehen. Man muss essen und trinken, aber man darf auch nicht zu viel essen, der Körper erträgt das nicht. Endlich ein Bach. Ich stelle meine heissen Füsse mitsammt Schuhen in den Bach. Das hilft. Kurz auf jeden Fall. Für die Blasenbildung ist es weniger gut. Aber man lebt und denkt im Moment.

Ich versuche, die Stunden durchzubringen, in dem ich mir vorstelle, was ich nun an einem Donnerstag machen würde. Das macht es besser. Ich beneide die Fotographen im Grass, beneide den Briefträger, der seinen Arbeitstag durch hat und nach Hause gehen kann. Ich kann erst ca. um 21h zu Hause im Zelt sein. Vom vielen Schneuzen bekomme ich Nasenbluten, und es stellt sich heraus, dass Linda Krankenschwester und Katharine Ärztin ist. 5 Minuten auf die Nase drücken, dann geht es weiter. Später hat Katharine ein Zittern in den Beinen. Wir halten kurz und sie isst.

Die Teerstrasse zum Zelt scheint nicht enden zu wollen. Ich kann meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Katharine singt vor sich hin, Linda bleibt cool. Wir kommen bei noch brütender Hitze um 20:30 Uhr im Ziel an. Meine Tränen wollen nicht stoppen. Dann wieder Reis, diesmal mit Broccoli, hmmmm.

Es ist die erste Nacht, in der ich schlafen kann. 4 Stunden vielleicht. Ich weiss, nun müssen wir den letzten Tag packen. Kein Verirren und keinen Zwischenfall.

Tag 5

Frühstück: heute vier Eier und Cornflakes. Linda würgt auch Eier hinunter. Ich muss lachen. Katharine weint. Sie ist am Ende mit den Nerven. Ich spreche ihr gut zu, muss aber selber meine Tränen unterdrücken. Alles ist auf dünnem Eis. Der Schlaf fehlt. Der Körper mag nicht mehr richtig.

Wir laufen los - wie immer um 6:00 Uhr. Um 9:00 Uhr erreichen wir ein Dorf und stürmen den Dorfladen. Es gibt Cola!!! Katharine trinkt zu schnell und muss erbrechen. Wir drosseln das Tempo. Aber weiter muss es gehen. Ein Kartenlesefehler und wir schaffen es nicht pünktlich ins Ziel.

Wieder ein enorm heisser Tag. Am Ziel sagt mir ein Waleser, dass es noch nie so heiss und schön war in Wales an drei Tagen hintereinander. Ich bin dankbar - wem auch immer ich dieses Wetterwunder verdanke. Linda leidet. In Schottland sei es immer schön regnerisch. Sie wird das erste Mal etwas mufflig. Die Blasen an den Füssen tun ihr weh. Meine Füsse? Die sind durch ein Wunder nur extrem angeschwollen und zwei Nägel fallen ab. Blasen habe ich keine. Ich will nur laufen und endlich im Ziel sein. Linda ermahnt mich an den täglichen Hammer: Bridget, you will burst us!

Sie hat recht. Es geht noch mindestens einen Arbeitstag. Ich picke mir den Montag heraus als Orientierungstag. Da ist im normalen Leben Arbeit angesagt am Morgen, am Nachmittag Massage und dann gehen Hannah und ich Schwimmen. Die Zeit will und will nicht vergehen. Die Hügel nehmen kein Ende und hinter dem einen erscheint wieder ein anderer. Linda und Katharina laufen nun auch mit dem Gedanken, etwas Gutes für Nepal zu tun, wenn sie mich ins Ziel bringen.

Dann sind es noch 6 km. Linda will nur noch Marschieren. Ich laufe und warte stets an den Bächen mit dem ganzen Schuh im Wasser. Dann hören wir das Ziel und laufen. Wir laufen voller Glück und spüren nur noch Erleichterung ... Well done, Katharine and Linda. You are both wonderful, and it was a present meeting you!

Es war ein Rennen, so hart wie ich es noch nie erlebt habe. 13-Stunden-Tage ohne Pause, 3-4 Stunden Schlaf pro Nacht, wenig essen und trinken, Stress, die Posten zu finden, nicht rechtzeitig beim Checkpoint zu sein, müde Beine, geschundene Zehen, extrem rauhes Klima, grauenhaftes Gelände. Das Krafttraining hat sich gelohnt. Das Gerüst war stabil und die Muskeln stark genug.

Fazit: Orientierungslauf ist nix für mich. Aber es war eine Erfahrung wert und jeder Kilometer hat sich für die Kinder in Matri Griha gelohnt. Das Wetter war ein Segen, und ohne die beiden strong Ladies würde ich noch heute irgendwo in Wales herumirren ...

Vielen Dank an:

  • alle Spender, die mich und somit Nepals Kinder unterstützen 
  • Hannah und Materli, für das Halten der Stellung zu Hause. Ihr seit die Besten und immer in meinem Herzen mitgelaufen

  • Werner, Susanne und little Sean, die zu Hause die Stellung am Compi gehalten haben

  • Ueli, fürs gute Betreuen meiner Hunde - eine Frau wollte mir unterwegs einen ihrer geretteten Greyhounds anhängen - ich hab dankend abgelehnt 😉

  • Sandra (Boss) für die Riesenunterstützung durchs Jahr hindurch und an den Rennen

  • Daniela für die fantastischen Behandlungen meines Gerüsts und das Betreuen meiner Tiere

  • Ueli für das Ausmerzen meiner Wehwehchen

  • Gusteli für das Extratraining

  • Allen, die mir so liebe Nachrichten ins Zelt geschickt haben oder mich sonst unterstützt haben

  • Corinne und Gereon von ChanceSwiss, die uns das Spenden möglich machen